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Anfrage

Ratgeber

Leasingauto folieren und zurückgeben

Ihr Firmenauto ist geleast und soll trotzdem Ihre Werbung tragen? Dann kommt es auf den Vertrag, den Lack und die Rückgabe an.

Kurz gesagt

  • Ob Sie folieren dürfen, regelt Ihr Leasingvertrag.
  • Holen Sie vorher die schriftliche Zustimmung des Leasinggebers ein.
  • Vor der Rückgabe muss die Folie meist wieder herunter.
  • Der Leasinggeber berechnet meist Kleberreste und Lackschäden durch Folie.
  • Wir ziehen die Folie vor der Rückgabe mit Wärme ab. So reißt sie weniger leicht.

Stand: Oktober 2026. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Verbindlich ist, was in Ihrem Leasingvertrag steht.

Weißer Kleinbus mitten in der Folierung: Seite schon gelb, Front und Stoßstange noch im weißen Lack

So machen wir es

Was wir für Ihr Leasingauto tun.

  • Lack ansehen

    Vor dem Bekleben sehen wir uns nachlackierte oder schon beschädigte Stellen an.

  • Markenfolie mit Schutzlaminat

    Wir verwenden Markenfolie, bedruckte Folie bekommt zusätzlich ein Schutzlaminat (eine klare Schutzschicht über dem Druck). Billige Folie wird mit den Jahren spröde und geht beim Abziehen nur in kleinen Stücken ab.

  • Mit Wärme abziehen

    Vor der Rückgabe ziehen wir die Folie mit Wärme ab. Warme Folie reißt weniger leicht als kalte. Langsames Abziehen lässt weniger Kleber zurück.

  • Kleberreste schonend entfernen

    Etwas Kleber kann auch bei guter Folie zurückbleiben. Wir lösen ihn mit einem milden Mittel und reinigen danach die Flächen.

  • Termin passend zur Rückgabe

    Sagen Sie uns, wann Ihr Auto zurückgeht. Dann planen wir das Abziehen in unserer Werkstatt in Klagenfurt rechtzeitig davor ein.

Vor dem Folieren

Vier Fragen, bevor die Folie draufkommt.

Ein Leasingauto gehört nicht Ihnen, sondern dem Leasinggeber (der Leasingfirma). Sie dürfen es nutzen und geben es am Ende zurück. Klären Sie deshalb vorher diese vier Fragen.

  1. 1 · Vertrag

    Erlaubt Ihr Vertrag die Folie?

    • Ein eigenes Gesetz für Leasing gibt es in Österreich nicht. Was gilt, steht vor allem in Ihrem Vertrag.
    • Für Veränderungen am Fahrzeug verlangen viele Verträge eine schriftliche Zustimmung des Leasinggebers.
    • Fragen Sie deshalb vor dem Folieren schriftlich nach und heben Sie die Antwort auf.

    Fragen Sie bei der Gelegenheit auch nach den Regeln für die Rückgabe. Viele Leasinggeber haben dafür einen eigenen Katalog, oft „Schadenkatalog“ genannt.

  2. 2 · Lack

    Ist der Lack in Ordnung?

    • Am besten hält Folie auf intaktem Werkslack. Leasingautos sind meist neu, das ist eine gute Voraussetzung.
    • Nachlackierte Teile müssen laut Folienhersteller mindestens eine Woche durchtrocknen. Sonst können Blasen entstehen, und beim späteren Abziehen kann Lack mitgehen.

    Bei nachlackierten Flächen und bei Lack über 5 Jahre verspricht auch der Folienhersteller kein sauberes Abziehen.

  3. 3 · Haltbarkeit

    Hält die Folie bis zur Rückgabe?

    Am Fahrzeug hält Folie erfahrungsgemäß etwa 5 bis 8 Jahre. Kürzer hält sie hier:

    • Dach, Motorhaube und Kofferraumdeckel bekommen am meisten Sonne. Diese Teile halten etwa halb so lang wie Türen und Seitenwände.
    • Hitze, Abgase und Staub in Stadt und Industrie lassen Folie schneller altern. Auch Standorte in den Bergen verkürzen die Haltbarkeit.
    • Metallic- und Effektfolien halten kürzer als einfarbige Folie.

    „Hält“ heißt laut Hersteller, dass die Folie aus normalem Abstand noch ihren Zweck erfüllt. Wie neu sieht sie nach Jahren nicht mehr aus.

  4. 4 · Rückgabe

    Wann muss die Folie herunter?

    • Rechnen Sie damit, dass die Folie vor der Rückgabe herunter muss.
    • Ob eine Folie ausnahmsweise drauf bleiben darf, entscheidet allein der Leasinggeber.
    • Am leichtesten geht Folie herunter, solange sie noch gut ist. Alte, spröde Folie reißt beim Abziehen leichter.
    • Planen Sie den Termin zum Abziehen deshalb rechtzeitig vor der Rückgabe.

Bei der Rückgabe

Was bei der Rückgabe zählt.

Am Ende des Vertrags geben Sie das Auto zurück. Üblicherweise soll es dann gepflegt sein. Die Abnützung soll zur Dauer des Vertrags und zu den gefahrenen Kilometern passen.

Ein Gutachter oder ein Partner des Leasinggebers sieht sich das Auto an. Das Ergebnis steht in einem Protokoll. Manche Leasinggeber nennen als Grundlage die ÖNORM V 5080, die österreichische Norm zur Beurteilung gebrauchter Autos.

In der Regel in Ordnung

  • Folie, die ohne Rückstände abgezogen wurde
  • Gebrauchsspuren, die zu Alter und Kilometern passen, zum Beispiel einzelne kleine Steinschläge im Lack

Wird meist berechnet

  • Kleberreste
  • Lackschäden durch Folie oder Aufkleber, zum Beispiel abgelöster Lack
  • bei manchen Leasinggebern auch sichtbare Farbunterschiede dort, wo Folie oder Aufkleber waren
  • Bohrlöcher und andere Veränderungen, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen

Jeder Leasinggeber hat eigene Regeln. Was bei Ihnen gilt, steht in Ihrem Vertrag und im Rückgabe-Katalog Ihres Leasinggebers.

Der Lack

Was unter der Folie passiert.

Sieht man später, wo die Folie war?

Manchmal ja, denn unter der Folie bekommt der Lack keine direkte Sonne ab. Der Lack darunter bleicht deshalb weniger aus als der Lack daneben.

Beklebte Flächen sehen nach Jahren oft frischer aus als der Rest. Nach dem Abziehen sieht man dann manchmal den Umriss der Folie. Je länger die Folie drauf war, desto deutlicher kann der Unterschied sein.

Manche Leasinggeber werten solche Farbunterschiede als Schaden und berechnen sie.

Kann beim Abziehen Lack mitgehen?

Ja, das kann an nachlackierten Stellen und bei älterem Lack passieren. Lack kann beim Abziehen mitgehen, wenn seine Schichten nicht gut aufeinander halten. Ob die Folie ohne Spuren abgeht, hängt also vom Alter der Folie und vom Zustand des Lacks ab.

Weiße Schreibschrift auf dem schwarzen Lack eines Kleinbusses
Auch einzelne Buchstaben müssen meist herunter.

Pflege

So bleibt die Folie bis zur Rückgabe gut.

Gepflegte Folie hält länger und geht später leichter herunter. Schmutz und seltene oder falsche Pflege lassen sie schneller altern. Ein gepflegtes Auto zählt auch bei der Rückgabe.

Checkliste

Vom Folieren bis zur Rückgabe.

  1. Beim Leasing-Start

    • Prüfen Sie das Auto bei der Übernahme auf sichtbare Mängel und halten Sie diese fest.
    • Heben Sie das Übergabe-Protokoll auf.
    • Notieren Sie sich, wann der Vertrag endet.
  2. Vor dem Folieren

    • Lesen Sie den Leasingvertrag.
    • Holen Sie die schriftliche Zustimmung des Leasinggebers ein.
    • Besorgen Sie den Rückgabe-Katalog des Leasinggebers.
    • Schicken Sie uns mit der Anfrage ein Foto Ihres Autos von der Seite.
    • Sagen Sie bei der Anfrage, dass das Auto geleast ist. Das Anfrageformular hat dafür eine eigene Frage.
  3. Am Tag der Montage

    • Bringen Sie das Auto sauber und trocken, ohne Wachs oder Politur.
  4. Während der Laufzeit

    • Pflegen Sie die Folie wie oben unter „Pflege in Kürze“.
  5. Vor der Rückgabe

    • Machen Sie den Termin zum Abziehen rechtzeitig aus.
    • Bringen Sie das Auto zur Begutachtung innen und außen gereinigt und trocken.
  6. Bei der Rückgabe

    • Lesen Sie das Protokoll in Ruhe. Unterschreiben Sie nur, wenn Sie einverstanden sind.
    • Halten Sie den Zustand mit eigenen Fotos fest. Die Fotos helfen, wenn später Fragen kommen.
    • Bei Streit über einen Schaden kann ein unabhängiger Sachverständiger helfen.

Fragen Sie uns zu Ihrem Fall.

Schreiben Sie uns oder rufen Sie an. Wir melden uns meist innerhalb von ein bis drei Werktagen.

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Quelle: unser Profil bei Google, Stand Oktober 2026