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Anfrage

Planer · Leitsysteme

Was braucht Ihr Gebäude?

Gehen Sie durch ein Beispielhaus und tippen Sie auf die Nummern. Danach zeigt Ihre Checkliste als erste Orientierung, was in Kärnten Pflicht ist und was die ÖNORM vorsieht.

Rundgang durch ein Beispielhaus

1 EingangGlas und Tür

Sie stehen draußen vor der Tür. Die Glasfront zeigt drei Arten, Glas zu markieren. Wählen Sie eine Art unter dem Bild.

Beispielansicht: Eingang eines erfundenen Bürgerzentrums mit Glasfront und automatischer Schiebetür. Auf dem Glas zwei durchgehende rot-weiße Streifen, an der Tür schräg zur Mitte geführt. Innen hinter der Tür ein Aufmerksamkeitsfeld.
Sie stehen draußen vor der Tür. Die Glasfront zeigt drei Arten, Glas zu markieren. Wählen Sie eine Art unter dem Bild.
  1. 1Punkt 1: Glas sichtbar machen

    Die Glasfront braucht eine Markierung aus hellen und dunklen Teilen. Ohne Markierung übersehen Ihre Besucher das Glas und laufen hinein, vor allem bei Gegenlicht. Hell und dunkel zusammen bleiben vor hellem wie vor dunklem Hintergrund sichtbar.

    Im Beispiel:

    Art a: Zwei durchgehende Streifen liegen in 90 bis 96 cm und 144 bis 150 cm Höhe. Jeder Streifen ist 6 cm breit, 3 cm weiß und 3 cm rot.

    Art b: Zwei unterbrochene Streifen liegen in 90 bis 100 cm und 140 bis 150 cm Höhe. Jeder Streifen ist 10 cm breit, 5 cm weiß und 5 cm rot. Die Stücke sind 6 bis 30 cm lang, die Lücken 2 cm.

    Art c: Ein Band aus senkrechten Balken liegt zwischen 90 und 130 cm Höhe. Die Balken sind 2,5 cm breit, abwechselnd rot und weiß. Zwischen den Balken ist je 1 cm Lücke.

    Das gilt:

    • PflichtGlasflächen in allgemein zugänglichen Bereichen kontrastreich markieren, wo Besucher dagegen laufen können. Die Markierung ist bei Tag und Nacht und von beiden Seiten sichtbar. Nicht nötig ist sie bei Glastüren mit kontrastierendem Rahmen ab 10 cm oder kontrastierendem Sockel ab 30 cm. (OIB‑RL 4, 5.1.3)
    • ÖNORMDie Markierung ist je zur Hälfte hell und dunkel, nicht durchsichtig und hat Kontraststufe K II. Ein Rahmen genügt nur bei Glas bis 60 cm Breite. (ÖNORM B 1600, 7.1.8.1)
    • Art a: ÖNORMZwei durchgehende Streifen von je mindestens 6 cm liegen im Bereich 90 bis 150 cm. (ÖNORM B 1600, 7.1.8.2, Variante I)
    • Art b: ÖNORMZwei unterbrochene Streifen von je mindestens 10 cm liegen im Bereich 90 bis 150 cm. Die Lücken sind höchstens 3 cm groß. Es gibt mindestens dreimal so viel Folie wie Lücke. (ÖNORM B 1600, 7.1.8.2, Variante III)
    • Art c: ÖNORMEin Muster liegt im Bereich 90 bis 130 cm. Das Muster hat mindestens doppelt so viel Folie wie freies Glas. Keine Lücke ist größer als ein Kreis mit 5 cm Durchmesser. Das schmalste Element ist mindestens so breit wie die größte Lücke. (ÖNORM B 1600, 7.1.8.3, Variante IV)

    Möglichkeiten: Wir nehmen Folie in Ihren Hausfarben, wenn hell und dunkel gut kontrastieren. So passt die Markierung zu Ihrem Haus. Durchgehende oder unterbrochene Streifen gehen ebenso wie ein Muster oder Ihr Logo.

    Mehr dazu im Ratgeber Glasflächen markieren

    Unsere Montage: Rot-weiße Glasmarkierung an einer Ganzglastür (zu Art a)
    Unsere Montage: Unterbrochene blau-weiße Streifen an der Eingangstür einer Filiale der Sparkasse (zu Art b) Zur Referenz Sparkasse
  2. 2Punkt 2: Wo die Tür aufgeht

    Art a: An der Schiebetür laufen beide Streifen schräg zur Mitte. So sehen Ihre Besucher schon von weitem, wo die Tür aufgeht.

    Art b: Ein senkrechter Bogen an der Kante verbindet die beiden Streifen. Er zeigt Ihren Besuchern, wo die Tür aufgeht.

    Art c: Zur Mitte hin fällt das Muster schräg ab. So sehen Ihre Besucher, wo die Tür aufgeht.

    Im Beispiel:

    Art a: Beide Streifen knicken über ein Quadrat von 50 × 50 cm ab. Der untere reicht an der Kante bis 40 cm hinunter, wie im Bild der Norm.

    Art b: Der Bogen liegt 5 cm neben der Glaskante.

    Art c: Die Schräge folgt einem Quadrat von 50 cm.

    Das gilt:

    • PflichtDie Richtlinie verlangt die Markierung, aber keine bestimmte Form. (OIB‑RL 4, 5.1.3)
    • ÖNORMBei Glastüren ab 60 cm Glasbreite zusätzlich die Seite kennzeichnen, an der sie aufgehen. Dafür eignet sich zum Beispiel die Schräge eines 50-cm-Quadrats oder eine senkrechte Markierung. (ÖNORM B 1600, 7.1.8.4, Bild 13)

    Möglichkeiten: Schräge, senkrechte Markierung oder ein kontrastreicher Griff.

    Unsere Montage: Rot-weiße Glasmarkierung an der Schiebetür im Elisabethinen-Krankenhaus (zu Art a) Zur Referenz Elisabethinen
    Unsere Montage: Blau-weiße Markierung mit Bogen an einer Glastür (zu Art b)
  3. 3Punkt 3: Das Leitsystem beginnt an der Tür

    Gleich hinter der Schiebetür beginnt der Leitstreifen zum Empfang mit einem Feld aus quer liegenden Stegen. So finden Besucher mit Langstock den Anfang des Wegs.

    Draußen liegt hier ein Platz der Gemeinde, darum beginnt das Leitsystem erst an der Tür. Der Leitstreifen beginnt schon am Gehsteig, wenn der Vorplatz zu Ihrem Gebäude gehört.

    Im Beispiel:

    Das Feld über die ganze Türbreite ist 2,20 m breit und 40 cm tief. Darin liegen 6 Stege. Außen vor der Schiebetür braucht es kein eigenes Feld, weil sie nicht aufschwenkt.

    Das gilt:

    • PflichtDas Leitsystem gilt auch für Außenflächen, die zum Gebäude gehören. (OIB‑RL 4, 7.5.2)
    • PflichtVor einer automatischen Tür braucht es ein Feld nur, wenn sie aufschwenkt und ein taktiles Leitsystem verlangt ist. (OIB‑RL 4, 2.9.5)
    • ÖNORMDer Streifen führt ohne Lücke vom öffentlichen Gut (Gehsteig oder öffentlicher Platz) bis zu einer ständig besetzten Stelle. (ÖNORM B 1600, 10.3.2)
    • ÖNORMFeld rund 40 cm tief (± 5 cm) mit mindestens 6 Stegen. (ÖNORM V 2102, 6.3.1 und 6.3.4.2)
    • ÖNORMBei einer geraden Schiebetür mit zwei Flügeln führt der Streifen auf die Mitte zwischen den Flügeln. (ÖNORM V 2102, 7.2.3)

    Möglichkeiten: Leitstreifen gehen auch außen (V 2102, 6.1.1). Die Stege sind dort etwas höher. Wir klären mit Ihnen, welches Material zu Ihrem Boden passt.

    Unsere Montage: Leitstreifen von der Glastür zum Empfang im Elisabethinen-Krankenhaus Zur Referenz Elisabethinen

Weiter: Foyer

2 FoyerLeitstreifen

Drinnen führt ein Leitstreifen zum Empfang, ein zweiter zweigt zum Lift ab. So finden Besucher mit Langstock beide Ziele, ohne zu fragen.

Beispielansicht: Foyer mit hellem Steinboden. Ein dunkler Leitstreifen führt von der Tür zum Empfang. An einer Abzweigung liegt ein quadratisches Feld, von dort führt ein zweiter Streifen zum Lift. Links die Stiege, rechts ein Wegweiser. Ein Besucher mit weißem Langstock folgt dem Streifen zum Lift.
Drinnen führt ein Leitstreifen zum Empfang, ein zweiter zweigt zum Lift ab. So finden Besucher mit Langstock beide Ziele, ohne zu fragen.
  1. 1Punkt 1: Leitstreifen innen

    Auf dem Hauptweg genügt drinnen ein schmaler Streifen aus drei Stegen. Fuß und Langstock spüren ihn, das Auge sieht ihn am Kontrast.

    Im Beispiel:

    3 Stege liegen dunkel auf hellem Stein. Jeder ist 35 mm breit und 3,5 mm hoch.

    Das gilt:

    • ÖNORMInnen reicht die halbe Breite mit rund 20 cm und 3 Stegen. Die Stege sind nur erhaben. (ÖNORM V 2102, 6.3.2)
    • ÖNORMStege 35 mm breit (± 5 mm), innen 3,5 mm hoch (± 0,5 mm). (ÖNORM V 2102, 6.1.1)
    • ÖNORMKontrast zum Boden trocken und nass mindestens K IV. (ÖNORM V 2102, 6.2; B 1600, 10.4.2)
    • ÖNORMZu Wänden und Möbeln mindestens 40 cm, besser 50 cm Abstand. (ÖNORM V 2102, 5.1.3)

    Möglichkeiten: Aufgeklebte Stege aus Kunststoff in Schwarz oder einer anderen Kontrastfarbe, in Stein eingefräste Rillen oder Einzelelemente aus Metall. Auf zu dunklem Boden bringt ein heller Begleitstreifen von mindestens 15 cm den Kontrast (V 2102, 6.2). Wir klären mit Ihnen, was zu Ihrem Boden passt.

    Unsere Montage: Schwarze Leitstreifen auf Marmorboden in einer Schulaula
  2. 2Punkt 2: Wo sich der Weg teilt

    An der Abzweigung liegt ein quadratisches Feld mit doppeltem Rahmen. So merken Besucher mit Langstock, dass sich der Weg hier teilt. In diesem Beispiel geht es links zum Lift.

    Im Beispiel:

    Das Feld ist 40 × 40 cm groß und innen frei. Der Rahmen besteht aus Stegen.

    Das gilt:

    • ÖNORMAn jeder Abzweigung ein Feld. Innen als freies Feld mit Rahmen oder als Feld aus Noppen, Seitenlänge rund 40 cm (± 5 cm). (ÖNORM V 2102, 6.3.3.2)

    Möglichkeiten: Einfacher oder doppelter Rahmen oder ein Feld aus Noppen.

    Unsere Montage: Leitstreifen mit Feldern an den Abzweigungen im Foyer vor Lift und Stiege
  3. 3Punkt 3: Der Weg zum Lift

    Der Streifen zum Lift hat vier Stege und in der Mitte eine Lücke. Daran erkennen Besucher mit Langstock, dass dieser Ast zum Lift führt.

    Im Bild folgt ein Besucher mit weißem Langstock dem Streifen zum Lift.

    Im Beispiel:

    Der Streifen ist rund 30 cm breit und hat keinen Mittelsteg. An der Ecke geht er ohne Feld im rechten Winkel weiter.

    Das gilt:

    • ÖNORMZum Lift in Dreiviertel-Breite (rund 30 cm) ohne Mittelsteg, direkt zur Ruftaste. Die Richtung wechselt bevorzugt im rechten Winkel. (ÖNORM V 2102, 6.3.2 mit Bild 11; 7.3.6; 6.3.3.1)
  4. 4Punkt 4: Am Lift

    Am Lift gibt es ein Feld am Boden, die Ruftaste und die Geschoßzahl zum Ertasten. Die Nahaufnahme zeigt alle drei genauer.

    Zur Nahaufnahme Lift

  5. 5Punkt 5: Angekommen: der Empfang

    Kurz vor der Theke endet der Leitstreifen mittig in einem Feld aus quer liegenden Stegen. So wissen Besucher mit Langstock, dass sie angekommen sind.

    Im Beispiel:

    Das Feld ist 80 × 40 cm groß, hat 6 Stege und liegt 50 cm vor der Theke.

    Das gilt:

    • ÖNORMDas Ende eines Leitsystems darf ein Feld markieren, rund 40 cm tief (± 5 cm) mit mindestens 6 Stegen. (ÖNORM V 2102, 6.3.4.2 und 6.3.1)
    • ÖNORMZu Möbeln mindestens 40 cm, besser 50 cm Abstand. (ÖNORM V 2102, 5.1.3)
  6. 6Punkt 6: Eine Stelle, an der immer jemand ist

    Das Leitsystem führt dorthin, wo immer jemand ist und weiterhilft. So bekommen Ihre Besucher am Ziel Auskunft von einem Menschen. Ohne besetzten Empfang führt der Streifen zu einer Klingel mit Gegensprechanlage.

    Das gilt:

    • PflichtEin taktiles oder akustisches Leitsystem braucht es je nach Größe und Zweck in Gebäuden, die barrierefrei sein müssen. Wohnhäuser sind ausgenommen. Das Leitsystem kommt immer zusätzlich zu den Wegweisern. (OIB‑RL 4, 7.5.2)
    • ÖNORMOb ein Leitsystem nötig ist, hängt von Größe und Zweck ab. Dann ist es immer taktil, akustisch allein genügt nicht. Der Leitstreifen führt ohne Lücke vom öffentlichen Gut bis zur ständig besetzten Stelle. Sonst führt er bis zur Klingel mit Gegensprechanlage. (ÖNORM B 1600, 10.3.2)

    Möglichkeiten: Der Leitstreifen kann zur Info, zur Kassa oder zum Portier führen. Wir klären mit Ihnen, was „je nach Größe und Zweck“ für Ihr Gebäude heißt.

  7. 7Punkt 7: Wegweiser für die Augen

    Wer gut sieht, liest den Wegweiser. Wer schlecht sieht, spürt den Boden. Darum ersetzt der Leitstreifen die Wegweiser nicht.

    Das gilt:

    • PflichtDas Tast- oder Hörsystem kommt zusätzlich zu den Wegweisern. (OIB‑RL 4, 7.5.2)
    • ÖNORMSchilder bevorzugt hell auf dunkel und matt, mit Kontraststufe K II. (ÖNORM B 1600, 10.3.1.1 und 10.4.2)
    • ÖNORMDarunter mindestens 2,10 m frei. (ÖNORM B 1600, 7.2.4)

    Möglichkeiten: Wegweiser, Raumschilder und Übersichtstafeln im selben Erscheinungsbild.

    Mehr zu Gebäudeleitsystemen

    Unsere Montage: Flur mit Decken- und Raumschildern

Weiter: Lift

3 LiftNahaufnahme

Hier endet der Weg zum Lift.

Beispielansicht: Ein Leitstreifen ohne Mittelsteg führt zu einem Feld aus quer liegenden Stegen vor dem Lift, mittig unter der Ruftaste. Daneben die Geschoßzahl zum Ertasten.
Hier endet der Weg zum Lift.
  1. 1Punkt 1: Bis zur Ruftaste

    Der Streifen ohne Mittelsteg führt genau auf die Ruftaste zu. So finden Besucher mit Langstock die Taste ohne Suchen.

    Das gilt:

    • ÖNORMLeitstreifen direkt zur Ruftaste, in Dreiviertel-Breite ohne Mittelsteg. (ÖNORM V 2102, 7.3.6; 6.3.2 mit Bild 11)
  2. 2Punkt 2: Hier ist der Lift

    Ein Feld aus quer liegenden Stegen liegt mittig vor der Ruftaste. So spüren Besucher mit Langstock, dass hier der Lift ist.

    Im Beispiel:

    Das Feld ist 80 × 40 cm groß, hat 6 Stege und liegt 50 cm vor der Wand.

    Das gilt:

    • PflichtVor der Lifttür eine freie Fläche von 1,50 m Durchmesser zum Wenden. (OIB‑RL 4, 2.3.1)
    • ÖNORMAm Lift verlangt ist nur, dass der Leitstreifen direkt zur Ruftaste führt. (ÖNORM V 2102, 7.3.6)
    • ÖNORMAm Ende eines Leitstreifens darf ein Feld liegen wie hier. Das Feld ist rund 40 cm tief (± 5 cm) und hat mindestens 6 Stege. (ÖNORM V 2102, 6.3.4.2 und 6.3.1)
  3. 3Punkt 3: Geschoß zum Ertasten

    Neben der Ruftaste steht die Geschoßzahl in erhabener Schrift und darunter in Brailleschrift. So wissen blinde Besucher, in welchem Geschoß sie sind.

    Im Beispiel:

    Das Schild ist 6 × 6 cm groß und hängt in 1 m Höhe. Die Ziffer ist 30 mm hoch und 1 mm erhaben.

    Das gilt:

    • ÖNORMDie Geschoßzahl steht neben der Ruftaste in 90 bis 110 cm Höhe. Die Ziffern sind 15 bis 40 mm groß. (ÖNORM B 1600, 7.3.4.1.3)
    • ÖNORMSchrift 0,8 bis 1,2 mm erhaben, Brailleschrift nach den Maßen der Norm. (ÖNORM V 2105, 4.1 und 4.2)
    • ÖNORMLifttür und Rahmen heben sich ab, Kontraststufe K IV. (ÖNORM B 1600, 7.3.4.2.1)

    Möglichkeiten: Geschoßschilder, Türschilder mit Brailleschrift und ein Übersichtsplan zum Ertasten am Eingang. Wir stimmen Inhalte und Brailleschrift mit Ihnen ab.

    Vergrößerter Ausschnitt: Ruftaste des Lifts, rechts daneben ein kleines schwarzes Schild mit der Ziffer 0 und Brailleschrift.
    Ausschnitt vergrößert: die Ruftaste und rechts daneben das Geschoßschild „0“ mit Brailleschrift.

Weiter: Stiege

4 Stiegeoben im 1. Stock

Oben an der Stiege geht es hinunter ins Erdgeschoß.

Beispielansicht: Blick von oben auf die Stiege. Vor der ersten Stufe ein Feld aus quer liegenden Stegen über die ganze Breite, dunkle Streifen an den Stufenkanten, Handläufe auf beiden Seiten mit Schildern. Hinten die markierte Glasfront.
Oben an der Stiege geht es hinunter ins Erdgeschoß.
  1. 1Punkt 1: Achtung, Stiege abwärts

    Oben vor der Stiege liegt über die ganze Breite ein Feld aus quer liegenden Stegen. Das Feld warnt blinde Besucher, dass es hier hinuntergeht. Unten braucht es kein solches Feld.

    Im Beispiel:

    Das Feld hat 6 Stege und ist 40 cm tief. Das Feld reicht über die ganze Laufbreite und liegt 40 cm vor der ersten Stufenkante.

    Das gilt:

    • PflichtVor jeder Stiege abwärts braucht es ein Feld, wenn das Gebäude barrierefrei sein muss. Ausgenommen sind Stiegen in Stiegenhäusern sowie in Alters- und Pflegeheimen und Krankenhäusern. (OIB‑RL 4, 3.2.5)
    • ÖNORMDas Feld reicht über die ganze Laufbreite und ist rund 40 cm tief. Der Abstand zur ersten Stufenkante beträgt 30 bis 40 cm. Auch ohne Leitsystem braucht es das Feld. (ÖNORM V 2102, 7.3.4 und 6.3.4.2)
    • ÖNORMIn allen allgemein zugänglichen Bereichen. Ausgenommen sind nur räumlich abgeschlossene Stiegenhäuser. (ÖNORM B 1600, 7.3.2.5)

    Klären: Das Baurecht regelt nicht eindeutig, ob auch andere Gebäude das Feld brauchen. Diese Frage klären wir mit Ihnen.

    Möglichkeiten: Aufgeklebt oder eingefräst, innen und außen.

    Unsere Montage: Aufmerksamkeitsfeld vor einer Schulstiege, von oben gesehen
  2. 2Punkt 2: Kanten sichtbar machen

    An der ersten und letzten Stufe jedes Laufs zeigt ein dunkler Streifen, wo die Stufe endet. So erkennen Besucher mit wenig Sehkraft, wo die Stiege anfängt und aufhört.

    Im Beispiel:

    An der obersten und an der untersten Stufe.

    Das gilt:

    • PflichtMindestens die erste und letzte Stufe jedes Laufs markieren, wenn das Gebäude barrierefrei sein muss. Der Streifen geht über die ganze Breite an der Vorderkante. (OIB‑RL 4, 3.2.5)
    • ÖNORMAn allen Stiegen in allgemein zugänglichen Bereichen markieren. Der Streifen ist mindestens 5 cm breit und höchstens 5 cm von der Kante entfernt. Er hat Kontraststufe K III. Bei Stiegen mit höchstens 5 Stufen jede Stufe markieren. Die senkrechte Fläche der Stufe braucht keine Markierung. (ÖNORM B 1600, 7.3.2.5)

    Möglichkeiten: Rutschhemmende Streifen zum Aufkleben oder eingelegte Profile, innen und außen. Eingelegte Profile halten länger (B 1600, 10.3.1.2).

    Unsere Montage: Weiße Stufenmarkierung an einer Außenstiege
  3. 3Punkt 3: Handlauf auf beiden Seiten

    Auf beiden Seiten gibt es einen Handlauf, der oben und unten 30 cm weitergeht. So haben Ihre Besucher schon vor der ersten Stufe Halt. Am freien Ende führt der Handlauf bis zum Boden, damit niemand mit dem Stock darunter gerät.

    Im Beispiel:

    Der Handlauf ist aus Eiche, 42 mm dick und 90 cm hoch. Am Ende führt ein Pfosten bis zum Boden.

    Das gilt:

    • PflichtAb 2 Stufen auf beiden Seiten in 85 bis 90 cm Höhe. Muss das Gebäude barrierefrei sein, geht der Handlauf oben und unten 30 cm weiter. Er ist dann kontrastreich zur Wand. (OIB‑RL 4, 3.2.6 und 7.6)
    • PflichtBei Zu- und Umbauten im Bestand sind 85 bis 100 cm möglich. (OIB‑RL 4, 7.7.6)
    • ÖNORMDer Handlauf ist rund und 30 bis 45 mm dick. Er hat mindestens 4 cm Abstand zur Wand. Die Halter greifen von unten an, mindestens 8 cm unter der Oberkante. Über Zwischenpodeste läuft er weiter. Die Enden sind nach unten oder zur Seite gebogen. Er braucht Kontraststufe K IV. (ÖNORM B 1600, 7.3.2.3)

    Möglichkeiten: Schilder lassen sich auch an vorhandenen Handläufen anbringen. Ihr Handlauf kann also bleiben.

    Unsere Montage: Handläufe an einer Stiege mit Aufmerksamkeitsfeld und markierten Stufenkanten
  4. 4Punkt 4: Schild am Handlauf

    An jedem Ende jedes Handlaufs sitzt ein Schild. Blinde Besucher ertasten darauf das Geschoß und den Weg hinaus. Die Nahaufnahme zeigt das Schild genauer.

    Das gilt:

    • ÖNORMAm Anfang und Ende aller Handläufe. (ÖNORM V 2105, 5.1.2.3; B 1600, 10.3.2)
    • Die OIB-Richtlinie 4 verlangt die Schilder nicht.

    Zur Nahaufnahme Handlauf

  5. 5Punkt 5: Glas auch von innen

    Die Markierung klebt auf beiden Seiten des Glases. So sehen Ihre Besucher die Streifen auch auf dem Weg hinaus.

    Das gilt:

    • PflichtGut sichtbar von beiden Seiten. (OIB‑RL 4, 5.1.3)
    • ÖNORMGegen Spiegelungen hilft es, auf beiden Seiten zu markieren. (ÖNORM B 1600, 7.1.8.1)

Weiter: Handlauf

5 HandlaufNahaufnahme

Das Schild sitzt oben am Handlauf an der Wand.

Beispielansicht: Nahaufnahme eines Handlaufschilds. Ein grünes Feld mit Pfeil zum Ausgang und ein schwarzes Feld mit „1.OG“ in erhabener Schrift, daneben zur Wand hin Brailleschrift.
Das Schild sitzt oben am Handlauf an der Wand.
  1. 1Punkt 1: Weg ins Freie

    Im grünen Feld zeigt der Pfeil zum Ausgang. So finden blinde Besucher im Notfall den Weg ins Freie. Neben den Pfeil kommt ein Strich, wenn der Fluchtweg nicht zum normalen Ausgang führt.

    Das gilt:

    • ÖNORMAn Fluchtwegen tastbare Schilder an den Handläufen. Ausgang weiß auf grün, der Pfeil zeigt immer zum Ausgang. (ÖNORM V 2105, 5.1.2.5 und 5.1.2.3)
    • ÖNORMGrün nie auf Rot. (ÖNORM V 2105, 5.2.1.3)
    Unsere Montage: Handlaufschild mit Geschoß, Ausgangszeichen und Brailleschrift
  2. 2Punkt 2: „1.OG“ zum Ertasten

    Das Geschoß steht in erhabener Großschrift auf einer Fläche, die zur Hand hin geneigt ist. So erfahren blinde Besucher an der Stiege, in welchem Geschoß sie sind. Unten an der Stiege steht „EG“.

    Im Beispiel:

    Die Schrift ist 15 mm hoch und 1 mm erhaben. Die Lesefläche ist 35° geneigt.

    Das gilt:

    • ÖNORMAm Anfang und Ende aller Handläufe, bevorzugt am in Gehrichtung rechten. (ÖNORM V 2105, 5.1.2.3)
    • ÖNORMGroßbuchstaben, bevorzugt 15 mm hoch und 0,8 bis 1,2 mm erhaben. (ÖNORM V 2105, 4.1)
    • ÖNORMLesefläche 30 bis 45° geneigt, Schild bevorzugt weiß oder schwarz. (ÖNORM V 2105, 5.2.1.2 und 5.2.1.3)
    • ÖNORMKontraststufe K II. (ÖNORM B 1600, 10.4.2)
    Unsere Montage: Handlaufschild EG mit Brailleschrift und erhabenem Pfeil
  3. 3Punkt 3: Brailleschrift für die Finger

    Die Punktschrift sitzt auf der abgewandten Seite. Für das Auge steht sie auf dem Kopf. Wer den Handlauf umgreift, ertastet sie richtig herum.

    Das gilt:

    • ÖNORMBrailleschrift immer zusätzlich zur Normalschrift. Die Punkte sind 1,2 bis 1,8 mm groß und 0,6 bis 0,9 mm hoch. Der Punktabstand ist 2,7 mm, der Zeichenabstand 6,6 mm. (ÖNORM V 2105, 4.2)
    • ÖNORMSchilder ersetzen, wenn mehr als 30 % der Höhe abgegriffen sind. (ÖNORM V 2105, 5.3)

Möglichkeiten: Möglich sind Schilder aus geklebtem Kunststoff oder aus lackiertem oder eloxiertem Metall zum Nieten. Beide sind witterungs- und abriebfest (V 2105, 5.2). Wir stimmen Inhalte und Brailleschrift mit Ihnen ab.

Weiter zur Checkliste

Allgemeine Information ohne Rechtsberatung, Stand Oktober 2026. Verbindlich sind die Kärntner Bauvorschriften mit der OIB-Richtlinie 4 und die Vorgaben Ihrer Baubehörde.

ÖNORMEN werden erst durch Auftrag, Ausschreibung oder Bescheid verbindlich. Wir klären das gern für Ihr Gebäude.

Begriffe kurz erklärt
Leitstreifen
Streifen aus erhabenen Stegen am Boden. Man folgt ihm mit dem Langstock oder spürt ihn unter den Füßen.
Aufmerksamkeitsfeld
Feld am Boden, das zum Anhalten auffordert. Solche Felder liegen etwa oben vor Stiegen abwärts, an Abzweigungen oder am Ende des Wegs.
Stege
Die erhabenen Teile im Leitstreifen. Jeder Steg ist 35 mm breit und innen 3,5 mm hoch (ÖNORM V 2102, 6.1.1).
Kontraststufe
Wie stark sich hell und dunkel unterscheiden (ÖNORM B 1600, 10.4). Bei K II wirft der helle Teil mindestens dreimal so viel Licht zurück wie der dunkle. Bei K III ist es gut doppelt so viel, bei K IV knapp doppelt so viel.
Pflicht und ÖNORM
Pflicht ist, was die OIB-Richtlinie 4 verlangt. In Kärnten gilt sie über die Bautechnikverordnung 2024. Die ÖNORMEN beschreiben den Stand der Technik und werden erst durch Auftrag, Ausschreibung oder Bescheid verbindlich.

Checkliste

Ihre Liste in drei Fragen.

Antippen genügt. Das Ergebnis steht gleich darunter, zum Drucken oder als Anfrage.

1 Was für ein Gebäude?
Ist es eine Bank oder ein Geschäft für den täglichen Bedarf? (nur bei Bank, Geschäft, Nahversorger)
Ist es für 50 oder mehr Besucher oder Kunden gedacht? (nur bei Kultur, Büro, etwas anderem oder einem Geschäft nicht für den täglichen Bedarf)
Ist es ein Alters- oder Pflegeheim oder ein Krankenhaus? (nur bei Gesundheit oder Soziales)
Hat das Haus mehr als 3 Wohnungen? (nur bei Wohnhaus)
2 Was ist geplant?
3 Was gibt es im Gebäude oder davor?

Ein Lauf sind die Stufen von einem Absatz zum nächsten.

Liegt eine Stiege in einem eigenen, abgeschlossenen Stiegenhaus? (nur bei Stiegen)
Gibt es kurze Stiegen mit höchstens 5 Stufen? (nur bei Stiegen)
Welche Art? (nur bei automatischen Türen)
Wie steil? (nur bei Rampe)
Freiwillig

Oder der Tag der Abnahme.

Beispiel: ein Amt im Neubau

Wählen Sie oben Ihr Gebäude, dann steht hier Ihre Liste.

Amt oder Gemeinde · Neubau · Glastüren oder Glaswände, Stiegen (2 Läufe), Lift, Empfang, automatische Türen (Schiebetür)

Ihr Gebäude ist nach den Kärntner Bauvorschriften barrierefrei zu planen (K‑BV § 39 Abs. 1).

Beim Neubau gelten die Pflichtpunkte ohne Erleichterungen. Erleichterungen gibt es nur für Zu- und Umbauten im Bestand (OIB‑RL 4, 7.7).

7 Punkte Pflicht · 11 nach ÖNORM · 1 klären wir mit Ihnen · 1 empfohlen

Pflicht Pflicht nach Kärntner Baurecht (OIB‑RL 4)

  • Taktiles Leitsystem – Je nach Größe und Zweck des Gebäudes ein taktiles oder akustisches Leitsystem, zusätzlich zu den Wegweisern. So finden blinde Besucher von selbst zu einer Stelle, an der ihnen jemand weiterhilft. Auch die Außenflächen des Gebäudes gehören dazu. (OIB‑RL 4, 7.5.2)
  • Automatische Türen – Automatische Türen öffnen früh genug und schließen so verzögert, dass auch langsame Besucher sicher durchkommen. (OIB‑RL 4, 2.9.5) Für Ihre Planung
  • Glasmarkierung – Glastüren und Glaswände kontrastreich markieren, wo Besucher dagegen laufen können. Die Markierung ist bei Tag und Nacht und von beiden Seiten sichtbar, damit niemand das Glas übersieht. Nicht nötig ist sie bei Glastüren mit kontrastierendem Rahmen ab 10 cm oder bei einem kontrastierenden Sockel ab 30 cm. (OIB‑RL 4, 5.1.3)
  • Aufmerksamkeitsfeld vor Stiegen abwärts – Oben vor jeder Stiege abwärts ein Aufmerksamkeitsfeld, außer in Stiegenhäusern. Das Feld warnt blinde Besucher, dass es hier hinuntergeht. (OIB‑RL 4, 3.2.5)
  • Stufenmarkierung – Mindestens die erste und die letzte Stufe jedes Laufs über die ganze Breite an der Vorderkante kontrastreich markieren. So erkennen Besucher mit wenig Sehkraft, wo die Stiege anfängt und aufhört. (OIB‑RL 4, 3.2.5)
  • Handläufe – Ab 2 Stufen auf beiden Seiten ein Handlauf, 85 bis 90 cm hoch. Oben und unten 30 cm über die Stufenkante weiterführen und kontrastreich zur Wand. So haben Besucher schon vor der ersten Stufe Halt und sehen den Handlauf. (OIB‑RL 4, 3.2.6 und 7.6) Für Ihre Planung
  • Kontraste im Gebäude – Türen heben sich vom Rahmen ab und Wände vom Boden. Handläufe heben sich von der Wand ab. So erkennen Besucher mit wenig Sehkraft Türen, Wände und Handläufe. (OIB‑RL 4, 7.6) Für Ihre Planung

ÖNORM Nach ÖNORM (Stand der Technik)

  • Taktiles Leitsystem – Ob ein Leitsystem nötig ist, hängt nach ÖNORM von Größe und Zweck ab. Dann ist es immer taktil. Akustisch allein genügt nicht. Der Leitstreifen führt ohne Lücke vom öffentlichen Gut (Gehsteig oder öffentlicher Platz) bis zu einer ständig besetzten Stelle. Sonst führt er bis zur Klingel mit Gegensprechanlage. Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfelder nach ÖNORM V 2102. Ziel ist Ihr Empfang oder Ihre Kassa. Ein Ast führt direkt zur Ruftaste des Lifts (V 2102, 7.3.6). (ÖNORM B 1600, 10.3.2)
  • Automatische Türen – Vor einer geraden Schiebetür braucht es kein Feld, weil sie nicht aufschwenkt. Der Leitstreifen führt auf die Schließkante, bei zwei Flügeln auf die Mitte. Auf der vorspringenden Seite liegt ein Feld in Türbreite, wenn die Flügel im Winkel zueinander stehen. Der Abstand zur Tür beträgt 30 bis 40 cm. (ÖNORM V 2102, 7.2.3)
  • Glasmarkierung – Zwei Streifen zwischen 90 und 150 cm oder ein Muster zwischen 90 und 130 cm. Die Markierung ist halb hell und halb dunkel, nicht durchsichtig und hat Kontraststufe K II. Ein Rahmen ersetzt sie nur bei Glas bis 60 cm Breite. Ein Sockel braucht innen und außen K II. (ÖNORM B 1600, 7.1.8.1 bis 7.1.8.3)
  • Öffnungsseite der Glastüren – Bei Glastüren ab 60 cm Glasbreite zusätzlich zeigen, wo die Tür aufgeht. Dafür eignet sich zum Beispiel eine Schräge oder eine senkrechte Markierung. (ÖNORM B 1600, 7.1.8.4)
  • Geschoßzahl am Lift – Neben der Ruftaste die Geschoßzahl zum Ertasten, 90 bis 110 cm hoch. Ziffern 15 bis 40 mm groß. So wissen blinde Besucher, in welchem Geschoß sie sind. Lifttür und Rahmen heben sich ab, Kontraststufe K IV. (ÖNORM B 1600, 7.3.4.1.3 und 7.3.4.2.1)
  • Aufmerksamkeitsfeld vor Stiegen abwärts – Das Feld reicht über die ganze Laufbreite und ist rund 40 cm tief. Darin liegen mindestens 6 Stege. Der Abstand zur ersten Stufenkante beträgt 30 bis 40 cm. Auch ohne Leitsystem braucht es das Feld. (ÖNORM V 2102, 7.3.4 und 6.3.4.2; B 1600, 7.3.2.5)
  • Stufenmarkierung – An allen Stiegen in allgemein zugänglichen Bereichen markieren. Der Streifen ist mindestens 5 cm breit und höchstens 5 cm von der Kante entfernt. Er hat Kontraststufe K III. Bei Stiegen mit höchstens 5 Stufen jede Stufe markieren. (ÖNORM B 1600, 7.3.2.5)
  • Handläufe – Der Handlauf ist rund und 30 bis 45 mm dick. Er hat mindestens 4 cm Abstand zur Wand und Halter von unten. Über Zwischenpodeste läuft er weiter. Die Enden sind nach unten oder zur Seite gebogen. Er braucht Kontraststufe K IV. (ÖNORM B 1600, 7.3.2.3) Für Ihre Planung
  • Handlaufschilder – Am Anfang und Ende jedes Handlaufs ein tastbares Schild mit Geschoß und Richtung zum Ausgang, an Fluchtwegen immer. So wissen blinde Besucher, wo sie sind und wo es hinausgeht. Die OIB-Richtlinie 4 verlangt die Schilder nicht. (ÖNORM V 2105, 5.1.2.3 und 5.1.2.5; B 1600, 10.3.2)
  • Tastbare Türschilder – Neben der Tür an der Seite des Türgriffs in 140 bis 160 cm Höhe. Erhabene Schrift mit 15 mm und Brailleschrift, damit blinde Besucher den richtigen Raum finden. WC-Türen immer mit Damen, Herren und barrierefrei. (ÖNORM B 1600, 10.3.2)
  • Kontraste im Gebäude – Jeweils mindestens Kontraststufe K IV. (ÖNORM B 1600, 10.4.2) Für Ihre Planung

Klären Klären wir mit Ihnen

  • Taktiles Leitsystem – Was „je nach Größe und Zweck“ für Ihr Gebäude heißt, klären wir mit Ihnen. (OIB‑RL 4, 7.5.2)

Empfohlen Empfohlen

  • Tastbarer Übersichtsplan – Ein Plan des Gebäudes zum Ertasten, am besten gleich beim Eingang. So kennen blinde Besucher das Haus, bevor sie losgehen. Inhalt und Maße stimmen wir mit Ihnen ab.

Punkte mit „Für Ihre Planung“ gehören dazu, wir liefern sie aber nicht selbst. Diese Hinweise sind für Architekt oder Baumeister gedacht.

Bei einem länger laufenden Bauverfahren kann noch die frühere Fassung der Regeln gelten (K‑BTV 2024, § 8).

Die Checkliste folgt den Regeln in Kärnten. Andere Bundesländer haben eigene Bauordnungen, meist auf Grundlage der OIB-Richtlinien.

Was wir von Ihnen brauchen

  • Grundriss (PDF oder DWG)
  • Fotos von Eingang, Stiegen und Glasflächen
  • Bodenbelag
  • Termin der Fertigstellung oder Abnahme
  • Auflagen aus Bescheid oder Ausschreibung

Die ÖNORM sieht Fachleute der Blinden- und Sehbehindertenverbände für Planung und Abnahme vor (V 2105, 5.1).

Allgemeine Information ohne Rechtsberatung, Stand Oktober 2026. Verbindlich sind die Kärntner Bauvorschriften mit der OIB-Richtlinie 4 und die Vorgaben Ihrer Baubehörde.

ÖNORMEN werden erst durch Auftrag, Ausschreibung oder Bescheid verbindlich. Wir klären das gern für Ihr Gebäude.

Häufige Fragen zu Pflicht und Normen

Roither Werbetechnik · +43 463 43339 · kontakt@roither.net · roither.net

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Schicken Sie uns Grundriss und Fotos von Eingang, Stiegen und Glasflächen. In Klagenfurt, Villach und ganz Kärnten sehen wir uns Ihr Gebäude vor Ort an.

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Quelle: unser Profil bei Google, Stand Oktober 2026